Die Erinnerungen sind GÄNSEHAUT PUR

So haben Marco und Andrea die Krönung erlebt

Der Tag unserer Krönung war sehr emotional – am Dienstag Morgen konnte man die Anspannung im Hause
Borgwardt deutlich spüren und auch für die Erftgrafen und Erftgräfinnen war alles anders als sonst; in der
Königsresidenz von Niklas I. Vetten wurde der Zug eingestimmt auf die abendliche Krönung und erstmalig in
seiner Vereinsgeschichte wurde kein neuer Zugkönig gekrönt, weil wir uns entschlossen hatten 2019/20 keinen
Zugkönig auszuschießen.

Nach dem Friseur-Besuch des Hofstaates hatte der Tag zwischenzeitlich etwas von einer Hochzeit – der Bräutigam, in
diesem Fall der Kronprinz, tigerte auf die Uhr starrend durch das Hause des Adjutantenpaares und machte immer wieder
auf die wartende Kutsche aufmerksam.

Dann ging es endlich los und aus anfänglichem scheuen Winken aus der Kutsche wurde ab Bahnstrasse heftiges und beidseitiges
Winken in alle Richtungen. Am Marktplatz angekommen dann der erste Gänsehaut-Moment – Aufmarsch vom Markt bis zur
Tribüne – der Wahnsinn und was für eine Begeisterung. Dann ging es Schlag auf Schlag – die erste Regimentsabnahme, Einmarsch
ins Zelt und Start der Krönungsfeierlichkeiten – auch wenn alles ein wenig unwirklich daher kam, konnten wir die Krönung sehr
genießen und als dann die Ansprache und die Ehrentänze gut gelaufen waren, war der Abend dank unseres engagierten
und durchorganisierten Vereins ein Selbstläufer. Die Nachfeier im Alten Schloss mit rotem Teppich am Eingang war einfach spitze und
ließ keine Wünsche offen – um 05.30 Uhr wurde die Feier dann durch den neuen Schützenkönig mit einem resoluten – „Wir gehen jetzt nach Hause“ beendet“.

Wir werden oft nach dem emotionalsten oder dem schönsten Moment der Krönung gefragt – es waren so viele schöne Momente, angefangen vom ersten „Bad
in der Menge bis zur Ehrenbezeugung unserer tollen Hofdamen und Hofherren, dennoch können wir
sagen, dass die herzlichen Glückwünsche und die ehrliche Freude der befreundeten Vereine, unserer Erftgrafen, unseren Gäste und des Regimentes an unserem
Königsspiel schon herausragend waren; es flossen hier und da sogar einige Tränen des Glückes, Stolzes und der Freude und wir haben noch nie in so viele
strahlende Gesichter gesehen. Das ist heute noch Gänsehaut pur.

Nun sind wir im Königs-Spiel-Alltag angekommen und es fühlt sich schon ein wenig wie ein Paralleluniverum an, in dem wir uns nun
befinden. Es vergeht kein Tag mehr, ohne dass wir uns über anstehende Termine und Organisatorisches unterhalten; morgens wird gecheckt,
ob schon alles bereit liegt für die Krönungsfeierlichkeiten am Abend und „zwischendurch“ gehen wir dann auch noch mal Arbeiten und stellen
fest, dass auch auf der Arbeit viel zum Königsspiel gefragt wird. Die meist gestellte Frage lautet dann immer, ob ich denn nicht mal die Königskette
mit zur Arbeit bringen könnte.
 
Die 2. Häufigste Frage ist dann, wie wir diesen ganzen Stress aushalten – gerade am vergangenen Wochenende hatten wir gleich 3 Auftritte mit verschiedenen
Anzugsordnungen in Frimmersdorf und Laach – auch hier antworten wir gerne, dass wir diesen positiven Stress ja freiwillig eingegangen sind und dass sich
mit einer guten Organisation, einem willigen Verein, einem grandiosen Adjutantenpaar und einer verständigen Königin Berge versetzen lassen.

 

In den 4 Wochen unserer Regierungszeit haben wir bereits jetzt unvergessliche Momente erleben dürfen und es ist schier ein großes Glück, wie gut die amtierenden
Königspaare aus allen Stadtteilen zusammen passen und miteinander feiern; bei aller Freude ist dann auch ein wenig Wehmut dabei, denn das „Königsspiel-Rad“ dreht
sich bekanntlich weiter und auch wenn wir ganz am Anfang unserer Regentenzeit stehen, heißt es für einige der amtierenden Königspaare sich aus dem Spiel zu verabschieden und
den Platz für die schon wartenden Kronprinzenpaare zu räumen. Aber – so läuft das Spiel nun einmal und es erinnert uns beide dann daran, dass wir auch „nur noch“
48 Wochen im Amt sind.

"Ich taumel von einer Fassungslosigkeit in die Nächste..."

Marco und Andrea sind Kronprinzenpaar 2018/2019

NACH ANGESPANNTEN STUNDEN DARF SICH ENDLICH GEFREUT WERDEN, IM BLAUEN KONFETTIREGEN.
Noch stehen sie unten. Ganz links steht der Königsvogel!

Als Schütze ist man lange Tage durchaus gewohnt. So ein Schützenfestsonntag kann sich manchmal richtig ziehen. Vor allem wenn der Samstag kein Ende kannte. Der Tag des Königsvogelschusses 2019 hat für die Erftgrafen um 13.00 Uhr mit einem gemütlichen „Sit In“ begonnen. Andrea und Marco haben für ein tolles Buffet zum zweiten Frühstück gesorgt. Unser Erftgrafenkoch Joachim hat uns mit einer tollen Hochzeitssuppe verwöhnt. Die ersten Kaltgetränke durften natürlich nicht fehlen. Erstes lockeres Einstimmen für die großen Ereignisse, die dieser Tag noch bringen sollte.

Um 15 Uhr hat dann auf dem Festplatz an der Graf-Kessel Straße der offizielle Teil des Tages begonnen. Besonders freuen wir uns über zwei Jubilare in den eigenen Reihen. Andreas Pickel und Rolf Kuhn blicken bereits auf eine lange „Karriere“ im Bürgerschützenverein zurück. Wir gratulieren zu 25 und 40 Jahren Zugehöigkeit.

Auch beim Pfänderschießen konnten die Erftgrafen glänzen. Den linken Flügel holte Michael Höing, den Schweif Michael Nover. damit konnten zwei Kameraden Glück am Gewehr verbuchen. Ein gutes Omen für den weiteren Verlauf. Am Abend dann der Höhepunkt, auf den wir alle schon sehnsüchtig warten. Der offizielle Vogelschuss.

 

Die Spannung und auch die Anspannung ist spürbar. Es gibt drei Bewerber. Norbert Clever, Dirk Borgwardt und Marco Borgwardt. Gemeinsam rotten Sie sich kurz vor dem Wettbewerb noch einmal zusammen und schwören sich auf den großen Moment ein. Eines ist sicher. Der Sieger wird ein Erftgraf sein.

Nachdem die drei Aspiranten in der Schießkammer verschwunden sind, beginnt draußen das bange Warten. Fast schon zermürbend fällt der immer mehr zur Routine werdende Blick auf den Vogel aus. Es sind Minuten, die sich wie Stunden anfühlen. Mit gedrückten Daumen und gebanntem Blick. Bis der erlösende Schuss fällt.

Die Freude ist riesig und explodiert förmlich, als Marco Borgwardt als Letzter aus der Schießbude kommt. Er hat es gepackt. Er macht seine Frau Andrea zur Königin, seine Töchter Rebecca und Victoria zu Hofdamen und den Grenadierzug Erftgrafen zum Kronprinzenzug 2019. Was danach passiert, können nur Bilder zeigen…..